Angebote für Menschen mit Demenz

Diese Website bietet Hinweise zu Angeboten der Hamburger Museen für Menschen mit Demenz sowie Wissenswertes rundherum und wird ständig erweitert.

Immer mehr Kultureinrichtungen wenden sich mit Angeboten gezielt an Menschen mit dementiellen Erkrankungen. Kultur an öffentlichen Orten kann den betroffenen Menschen einen anregenden Rahmen bieten, um eine schöne Zeit zu verbringen, in der die Krankheit in den Hintergrund tritt. In Kooperation z.B. mit Seniorenheimen, der DRK-Schwesternschaft sowie der Alzheimergesellschaft e.V. haben Museen Programme entwickelt, die die besonderen Bedürfnisse dieser Besucher*innen in den Blick nehmen.

Foto © Hamburger Kunsthalle

Historische Museen Hamburg
Altonaer Museum und Museum der Arbeit

Angebot: „Augenblick mal!“ wurde vom Altonaer Museum und dem Museum der Arbeit gemeinsam mit Leben, jetzt! DRK-Schwesternschaft Hamburg e.V. konzipiert und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
Inhalt: Schreibmaschinen, Computer oder Arbeitsschutzhandschuhe im Museum haben alle eine eigene Geschichte. Und zugleich laden sie ein, in die eigenen erlebten Geschichten aus der Arbeitswelt einzutauchen. Denn das Sehen und das Berühren von einzelnen Objekten setzen oft Erinnerungen frei. Bei diesem Rundgang vermitteln die geschulten Guides weniger Fakten, sondern geben Raum für Begegnungen mit alt Bekanntem und so manchen Neuentdeckungen – anregend und kurzweilig.
Angesprochen sind: Betroffene aus Seniorenheimen und Begegnungsstätten mit Betreuern.
Teilnahmemöglichkeiten: Dieses Programm kann entweder privat über uns, den Museumsdienst Hamburg, gebucht werden oder aber Sie besuchen eine der öffentlichen Führungen in den beiden Häusern.
Anmeldung und Beratung: Leben jetzt! DRK Schwesternschaft Hamburg e.V. 
Tel. 040 81 90 07 19 leben-jetzt@schwesternschaft-hamburg.drk.de, Kosten: Kostenfreie Führung. Es fällt nur der Museumseintritt an. Alle Infos und Termine

Foto © Altonaer Museum


Hamburger Kunsthalle

Angebot: Führungen für Menschen mit Demenz in der Hamburger Kunsthalle
Inhalt: Seit etwa 2 Jahren bietet die Hamburger Kunsthalle Menschen mit Demenz auf deren besondere Bedürfnisse abgestimmte Führungen an. Das Team besteht aus 6 Kunstvermittlerinnen, die jeweils zu zweit mit einer Gruppe von maximal 10 Teilnehmerinnen durch die Kunsthalle gehen. Die bisherigen Erfahrungen mit den Gruppen waren für alle sehr bereichernd. Das ganz in der Gegenwart Sein ist nicht nur für die Teilnehmerinnen und deren Begleitung sondern auch die Vermittlerinnen eine weit über die Veranstaltung hinaus inspirierendes Erlebnis.
Angesprochen sind: Bisher können sich Gruppen aus Tagespflege- und stationären Einrichtungen anmelden, ab Herbst 2017 ist ein offenes Angebot für Einzelbesucher*innen geplant.
Anmeldung und Beratung: Anja Grosse: anjagrosse@gmx.net oder Tel. 040 439 808 0, Kosten: Die Kosten für die Führung übernimmt die Stiftung Kulturglück. Es fällt nur der Museumseintritt an.


Foto © Hamburger Kunsthalle

Private organisierte Führungen auf Nachfrage

Anmeldung und Beratung für private Führungen

Tel. 040 428 131 0, info@museumsdienst-hamburg.de
Kosten: Führung 60 Minuten 70,00 €, an Sonn- und Feiertagen 80,00 €, zzgl. Eintritt


Bereits vergangene Veranstaltungen

Deichtorhallen Hamburg in Kooperation mit der Körber-Stiftung, 3./4. April 2017
Konferenz „Hallo Vermittlung“ in den Deichtorhallen Hamburg in Kooperation mit der Körber-Stiftung, in der es u.a. auch um die Frage ging, welchen Mehrwert die spezialisierte Kunstvermittlung für Zielgruppen mit Beeinträchtigung wie etwa Menschen mit Demenz hat. Lesen Sie hier mehr über die Konferenz und die entsprechenden Programmpunkte.

Fachtag des Museumsdienst Hamburg in Kooperation mit der Körber-Stiftung, 6. Februar 2017
Fachtag „Angebote und Perspektiven für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in (Kultur)Historischen und Kunst Museen“ mit einem Fachvortrag von Dr. Michael Schifferdecker und vier Fachgesprächen im Museum für Hamburgische Geschichte mit den Schwerpunkten Historische Museen, Kunstmuseen sowie Angebote mit Musik (Education Elbphilharmonie und Ensemble Resonance). Die Körber-Stiftung berichtete hier über den Fachtag.