„die große flut“ – katastrophe, herausforderung, perspektiven
Ausstellung zum 50. Jahrestag der Sturmflut von 1962 im Museum für Hamburgische Geschichte
In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 brach über Hamburg die bis dahin schwerste Sturmflut herein. Deiche brachen, das Wasser überraschte die Menschen im Schlaf. 315 Menschen starben.
Die Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte beginnt mit der Chronik der Katastrophe sowie einer aufwendigen Videoinstallation mit Filmen der Wochenschau. Erinnerungsstücke, wie ein Bettlaken, mit dem von einem Hausdach gewunken wurde oder ein Impfpass stehen für die vielen Geschichten, die Hamburger noch heute vom Februar 1962 erzählen.
Damals hatten die Menschen fast vergessen, dass sie in einem von Sturmfluten gefährdeten Gebiet wohnten. Und heute? Haben die Verantwortlichen für den Hochwasserschutz und die Bevölkerung in den bedrohten Gebieten von der Sturmflut 1962 gelernt? Ist die Stadt für die Zukunft gewappnet? Diesen Themen stellt sich die Ausstellung. Nach einem Bogen über die Geschichte des Hochwasserschutzes in Hamburg, fällt der Blick auf ein begehbares Deichmodell im Maßstab 1:1. Im Inneren des Deichs wird die Technik des Deichbaus vermittelt. Eine Simulation am Großbildschirm ermöglicht es den Besuchern, in Hamburgs Hochwassersituation selbst einzugreifen und die Macht der Sturmfluten zu begreifen.
Für Schulklassen und andere Gruppen bietet der Museumsdienst ein museumspädagogisches Begleitprogramm an. Forscherkarten zum eigenständigen Entdecken der Ausstellung, eine Experimentierstation zum Hochwasserschutz sowie Sandsäcke für eine Deichverteidigungsübung im Innenhof des Museums ergänzen den Ausstellungsbesuch.
MHG 101
Die große Flut
Führung
Viele ältere Hamburger haben noch heute die Bilder vor Augen: die gebrochenen Deiche, die Wassermassen, die hilflosen Menschen auf den Dächern und die Retter mit Hubschraubern und Schlauchbooten. Die Ausstellung weckt Erinnerungen, wie durch Ignoranz die Katastrophe hereinbrach, aber auch, wie unzählige Menschen durch Mut und Entschlossenheit Leben retteten. Ausgehend von den historischen Ereignissen bietet die Ausstellung Einblick in den vergangenen und heutigen Sturmflutschutz und präsentiert zugleich Konzepte, um Hamburg auch in Zukunft schützen zu können.
Die Führung gewährt einen Überblick über das Gezeigte, lässt Zeit für die Schilderung eigener Erlebnisse und gibt Anstöße, sich danach intensiver mit verschiedenen Aspekten auseinander zu setzen.
Zielgruppe: Erwachsene
MHG 102
Die große Flut
Gespräch
„Der zu erwartende Pegelstand des heutigen Nachthochwassers liegt voraussichtlich 3,5 bis 4 Meter über dem mittleren Hochwasser...“ Wissen alle, was diese Warnung bedeutet? 50 Jahre ist es her, als die Deiche brachen. In diesem Gespräch beschäftigen sich die Teilnehmenden intensiv mit den Geschehnissen von 1962. Was geschah und warum hatte diese Sturmflut so schreckliche Folgen? Vieles hat sich seitdem in Hamburg geändert. Wie der moderne Katastrophenschutz arbeitet und welche Sturmflutschutzkonzepte existieren, wird hier erklärt. Zugleich zeigen Modelle und Simulationen, welche Gebiete bis heute gefährdet sind. Nicht zuletzt wird die Elbe beleuchtet. Aktuelle Themenwie die Elbvertiefung oder bauliche Maßnahmen entlang der Tideelbe wie Polder oder Sperrwerke werden vorgestellt und können diskutiert werden.
Zielgruppe: Erwachsene
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Gefahr gebannt? - Sturmflut in Hamburg
Gespräch
Erschütternde Bilder erinnern an die Macht der Sturmflut, die 1962 über die Hamburger hereinbrach. Wie es zu der Katastrophe kam, wie die Stadt heute vor Sturmfluten geschützt ist und welche Stadtteile bedroht sind, diesen und anderen Fragen geht das Gespräch nach. In Kleingruppen erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler verschiedene Aspekte der Ausstellung. Im zweiten Teil geht es um ganz praktische Dinge: Was tun, wenn es ernst wird? Es sind Menschen, die das Leben vieler schützen – das THW oder die Feuerwehr – darunter viele Freiwillige. Die Schülergruppe wird einen Teil der Rettungsarbeit kennen lernen – bei einer gemeinsamen Deichverteidigungsübung mit Sandsäcken.
Zielgruppe: Grundschule Sachkunde, Sek I 5./6. Kl. (Geographie) + lernschwache
Schüler höherer Klassen
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Das kann uns doch nicht passieren – die große Flut und ihre Folgen
Gespräch
Heute hören wir in den Nachrichten von Überschwemmungen in Bangladesh, Thailand und New Orleans. Doch die Gefahr für Hamburg besteht ebenfalls. Vor 50 Jahren kostete die Katastrophe 315 Menschenleben. Wie damals sind sich heute Hamburgerinnen und Hamburger der Bedrohung durch eine Sturmflut kaum noch bewusst. Dieses Gespräch geht den Gründen und Folgen der Flut von 1962 nach. Die Schülerinnen und Schüler erfahren etwas darüber, wie Sturmfluten entstehen, über den Sturmflutschutz und über die Menschen – Zeitzeugen von 1962 und Helfer im Katastrophenschutz heute. Verschiedene Themen der Ausstellung erschließen sich die Schüler mit Hilfe von Forscherkarten. Die Ergebnisse werden von den Schülern präsentiert und diskutiert.
Zielgruppe: Klassenstufen: Sek I 9./10. Kl., Sek. II (Geographie, Geschichte)
MHG 105
Hamburg und die Elbe – auf Leben und Tod?
Gespräch lang
Hamburg liegt über100 Kilometer vom Meerentfernt und doch nicht weit genug. Viele Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt mussten dies im Februar 1962 bitter erfahren. Ausgehend von den historischen Ereignissen geht das Gespräch den Folgen der Katastrophe nach. Welche Schutzkonzepte gibt es heute? Wie schützen wir uns in Zukunft? Themen wie Klimawandel, Elbregulierung und der Widerstreit zwischen ökologischen und ökonomischen Interessen stehen dabei im Mittelpunkt. Eine Einführung und darauffolgende Arbeit in Kleingruppen gibt den Schülerinnen und Schülern Denkanstöße. Danach folgt ein Teil mit praktischen Experimenten. Mit relativ einfachen Mitteln simulieren sie verschiedene Szenarien, wie Elbverlauf, Regulierungen, Eindeichungen, Polder und Ähnliches. Anschließend bleibt noch Zeit, um die Ergebnisse zu diskutieren und Ideen zu entwickeln, die im Unterricht weiter ausgeführt werden können.
Zielgruppe: Klassenstufen: Sek I 9./10. Kl., Sek. II (Geographie, Geschichte)










