Kulturelle Vielfalt

Kulturelle Vielfalt im Museum: „Kulturkontakt - Kultur intakt?!“, „Kunst im interreligiösen Dialog“ und mehr. Wir stellen Ihnen die Angebote vor.

Foto: SHMH/Altonaer Museum, Sinje Hasheider


ALTONAER MUSEUM: Schulklassenangebote „Herkunft - Heimat - Identität: zu Hause in Hamburg“ und „Kulturkontakt - Kultur intakt?!“


„Herkunft - Heimat - Identität: zu Hause in Hamburg“
Dauer 90 Min. Museumsgespräch für Schulklassen

In Altona leben Menschen aus vielen Regionen Deutschlands und vielen Nationen zusammen. Sie selbst oder ihre Eltern sind aus unterschiedlichen Gründen nach Hamburg gekommen. Was verstehen Menschen unterschiedlicher Herkunft jeweils unter dem gefühlsmäßig besetzten Begriff “Heimat”? Welchen Einfluss hat unsere kulturelle Umgebung auf unsere Weltanschauungen und unser Alltagsleben? Wie viele Heimaten kann man haben und kann man sich “fern der Heimat” zu Hause fühlen? Gibt es persönliche Gegenstände, die für die individuellen Vorstellungen von Heimat stehen? Wie zum Beispiel der Fanschal der heimatlichen Fußballmannschaft, eine Wasserpfeife auf der Anrichte, ein Bob-Marley-Poster oder vielleicht ganz persönliche Erinnerungsstücke? Auch eine Wohnungseinrichtung, der Lebensstil, eine bestimmte Art zu kochen oder Musik zu machen sind kulturell geprägt. Gleichzeitig können Lebensstil und persönliche Vorlieben aber auch kulturübergreifend sein und Menschen verschiedener Herkunft miteinander verbinden. Anhand von eigenen Gegenständen, mit denen die Teilnehmenden oder deren Eltern “Heimat” verbinden, tauschen sie sich über die Bedeutung dieser verschiedenen “Heimatstücke” aus und erörtern Symbole für Heimat, die auf den Hamburger Raum zutreffen.

Kulturkontakt - Kultur intakt?! Zusatzangebot zu Herkunft - Heimat - Identität: zu Hause in Hamburg
Dauer 60 Min. Interaktives Angebot für Schulklassen

Wen oder was empfinden wir als fremd - und wie reagieren wir darauf? In dieser Veranstaltung können die Teilnehmer in einem interaktiven Rollenspiel den eigenen Umgang mit Menschen “anderer Kulturen” oder “Lebensweisen” erfahren, überdenken und neue Wege des Aufeinanderzugehens und der Konfliktvermeidung finden. Die Gruppe wird bei diesem Angebot geteilt, die anmeldende Lehrperson übernimmt die Leitung einer Gruppenhälfte. Ein Vorgespräch ist erforderlich.

Buchbar über den Museumsdienst


HAMBURGER KUNSTHALLE: Das Projekt „Kunst im interreligiösen Dialog“ der Hamburger Kunsthalle ist jetzt als Schulklassenangebot buchbar.


Das Projekt „Kunst im interreligiösen Dialog“ erhielt 2014 den Preis Kulturelle Bildung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien. Projektträger ist die Hamburger Kunsthalle. Weitere Informationen und die kommenden Termine der Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Das Projekt wurde weiterentwickelt und ist jetzt als Schulklassenangebot beim Museumsdienst buchbar:

Kunst im interreligiösen Dialog für Schulen
9. - 13. Klasse, Dauer: 180 Min. Museumsgespräch und Arbeitsgruppen mit didaktischem Material in der Sammlung.

Kunst liegt im Auge des Betrachters. Die Sicht auf ein Bild ist immer auch geprägt von der Person, die schaut: ihren Kenntnissen, Bedürfnissen, Idealen oder ihrer Religion. Kunstwerke aller Epochen berühren Fragen der Religionen und der Menschheit.

In diesem neuen Format erobern Schüler_innen in Kleingruppen kunsthistorische Methoden. Mithilfe des „Wissensspeichers“ lernen sie religionsspezifische Perspektiven kennen und treten über die Kunstwerke miteinander in den interreligiösen Dialog. Sie können zwischen zwei Themenbereichen wählen:
• Gott und Gottesvorstellungen – Transzendenz und Immanenz
• Tod und Jenseitsvorstellungen – Zeit und Vergänglichkeit

Die Personenanzahl ist auf 18 begrenzt. Größere Gruppen können geteilt werden.

Buchbar über den Museumsdienst


Jean Léon Gérôme (1824–1904), Das Gebet, 1865, Öl auf Mahagoniholz, 49,9 x 81,2 cm. © Hamburger Kunsthalle / bpk, Foto: Elke Walford



MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE: Weltreligionen. Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam und: Mobile Welten oder das Museum unserer Transkulturellen Gegenwart – Gruppenangebote für Schulklassen und Erwachsenengruppen


Weltreligionen. Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam
Dauer 60 oder 90 Min. Führung oder Museumsgespräch für Schulklassen und Erwachsenengruppen

Objekte der vier Weltreligionen ermöglichen Einblicke in ihre Entwicklung, ihre Wertevorstellungen und ihre Symbolik. Hier lassen sich Vergleiche ziehen und Unterschiede herausarbeiten. Und manchmal auch die Bedeutung für den Alltag ablesen.

Mobile Welten oder das Museum unserer transkulturellen Gegenwart.
Dauer 60 oder 90 Min. Führung oder Gespräch für Schulklassen ab Klassenstufe 5 und Erwachsenengruppen zur Sonderausstellung. Laufzeit 13. April bis 14. Oktober 2018

Inspiriert an den Sammlungen des Hauses sortiert diese Ausstellung Exponate neu. Auch, um einen Gegenpol zu setzen zu der heute immer noch weit verbreiteten eurozentristischen Sicht. Die präsentierten Exponate „entstammen einem transkulturellen Zwischenreich“ wie der Kurator Roger M. Buergel es nennt. Sie entziehen sich gelernter Kategorien wie „persisch“, „chinesisch“, etc. „Die Ausstellung lässt sich leiten von formalen Affinitäten und historischen Beziehungen zwischen den Dingen“, sagt Buergel. Die Exponate nennt er deshalb auch Zwischenwesen, deren Wert schon der Museumsgründer Justus Brinckmann erkennt. Er kategorisiert sie nicht nach Herkunft, vielmehr als formale und handwerkliche Vorbilder für modernes Kunsthandwerk.

Mehr Informationen zu Ausstellung und Rahmenprogramm unter http://mobile-welten.org.

Buchbar über den Museumsdienst



MUSEUM AM ROTHENBAUM: Erwachsen werden. Schulklassenangebot


Endlich Erwachsen: Jugend und Kultur
Dauer 90 Min. Gespräch für Schulklassen. Mit Praxisteil

Wann wird aus einem Jungen ein Mann? Und wann aus einem Mädchen eine Frau? Der Übergang vom Kindsein zum Erwachsenenstatus wird in vielen Kulturen festlich begangen. Wir zeigen, wie und warum die 15-jährigen Mädchen in Lateinamerika mit dem Fest zur “Quinceanera” geehrt werden und wie Jungen in der Südsee vom Krokodil gefressen und als Erwachsene wiedergeboren werden. Wir fragen: Wie gestaltet sich der Übergang bei uns? Ist die Pubertät mehr als nur Pickel, Pomp und Potenzgehabe?

Buchbar über den Museumsdienst


BEHÖRDE FÜR ARBEIT, SOZIALES, FAMILIE UND INTEGRATION: Broschüre „Hamburger Integrationskonzept 2017“ steht als Download bereit


Im September 2017 legte die Hamburger Behörde die Druckschrift „Wir in Hamburg! Teilhabe, Interkulturelle Öffnung und Zusammenhalt. Hamburger Integrationskonzept 2017“ vor, die auch aus Berichte aus dem Bereich Kultur enthält sowie Angebote und Ziele zur kulturellen Teilhabe darstellt.

Alle Infos: http://www.hamburg.de/integration/service/115238/integrationskonzept/

Link zum PDF: Hamburger Integrationskonzept 2017
Link zum PDF (barrierefreie Datei): Hamburger Integrationsprinzip 2017 (barrierefreie Datei)
Die Druckfassung kann kostenlos beim Broschürenservice der Sozialbehörde angefordert werden: publikationen@basfi.hamburg.de.